Informieren Sie sich vorher über die in Ihrer Branche üblichen Gehälter
Jahresgehälter von 30.000 Euro und höher werden in Zeitungen und Firmenbesprechungen immer wieder zitiert. Insbesondere bei Beratungsfirmen und Großbanken sind sie für einen jungen und dynamischen Berufsanfänger mit überdurchschnittlichem Examen und internationaler Ausrichtung sowie entsprechenden Zusatzqualifikationen (Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse, Controlling u. Ä.) und diversen Auslandsaufenthalten realistisch. Für die meisten ausgeschriebenen Stellen sehen die Einstiegsgehälter jedoch weit bescheidener aus.
Ein höheres Anfangsgehalt winkt in der Regel Promovierten, wie Informatikern, Wirtschaftsingenieuren oder Beratern. Die Unternehmen konkurrieren in einigen Branchen um die Spitzenkandidaten. Da dies nicht zuletzt über den Preis läuft, besteht hier für den aussichtsreichen Bewerber ein gewisser Spielraum. Im Allgemeinen sollten sich Gehaltsforderungen aber innerhalb der branchenüblichen Bandbreite bewegen. Daher ist es angebracht, sich vorher genau zu informieren. Ziehen Sie aber bei den Verhandlungen ins Kalkül, ob es um das Gehalt in der Probezeit oder um das Endgehalt geht. Neben Branchen- und Unternehmensinformationen liefern die einschlägigen Gesetzestexte und Tarifverträge wichtige Hinweise bezüglich Ihrer Gehaltschancen.
Die in einer Stellenanzeige oder beim Vorstellungsgespräch gemachte Aufforderung zur Angabe Ihrer Gehaltserwartung dient vor allem dazu, herauszufinden, ob Sie den üblichen Rahmen kennen und die Anforderungen und Möglichkeiten der angebotenen Position erfasst haben.
