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09.10.2018

Dem Arbeitgeber eine zweite Chance geben? Na klar!

Manchmal ist das Gras auf der anderen Seite doch nicht grüner. Aber kann man problemlos zu seinem alten Arbeitgeber zurück?

Nach der Kündigung sämtliche Brücken in Brand stecken und nie wieder einen Blick über die Schulter werfen? Das war einmal. Wo früher noch sehr viel Wert auf geradlinige Karrierewege gelegt wurde, ist es heutzutage keine Seltenheit mehr, dass Arbeitnehmer zu einem ehemaligen Arbeitgeber zurückkehren. Das ist unter anderem auf die steigende Flexibilität in der Arbeitswelt zurückzuführen.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Die Hauptmotivatoren für viele Arbeitnehmer können mehr Geld und eine bessere Position als zur Zeit der Kündigung sein. Wurde damals der Wunsch nach einer Beförderung nicht erfüllt, kann dies auch der zentrale Grund gewesen sein, warum man das Unternehmen überhaupt erst verlassen hat. Manch einer kommt aber auch nach einiger Zeit zu der Erkenntnis, dass er es mit diesem Unternehmen eigentlich doch nicht so schlecht erwischt hatte. Aber auch Arbeitgeber sind offen dafür, alte Arbeitskräfte wieder willkommen zu heißen. Insbesondere aufgrund des Fachkräftemangels greifen Unternehmen gerne auf Arbeitnehmer zurück, mit denen sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben.

Werden ehemalige Mitarbeiter direkt vom Unternehmen angesprochen, nehmen sie die bestmögliche Verhandlungsposition ein. Aus dieser heraus lassen sich Gehalt, Aufgabengebiet und andere Themen wesentlich einfacher einfordern. Durch bereits vorhandenes Vorwissen und die Vertrautheit mit internen Abläufen bzw. alten Kollegen, können ehemalige Mitarbeiter schneller produktiv in den Arbeitsalltag einsteigen. Durch die Zeit, die sie außerhalb des Unternehmens in anderen Firmen verbracht haben, bringen sie außerdem wertvolle Einblicke und Ideen mit sowie eine völlig neue Perspektive. All diese Aspekte können beim ehemaligen Arbeitgeber gewinnbringend umgesetzt werden.

Vorteile für den Arbeitgeber

Auch Arbeitgeber profitieren davon, altbekannte Talente erneut in ihr Unternehmen zu integrieren, da die Einarbeitungsphase deutlich kürzer ausfällt und der Arbeitnehmer weiß genau, was von ihm erwartet wird. Hinsichtlich Kosten können Arbeitgeber ebenfalls ganz schön einsparen: Die finanziellen Aufwände für Onboarding und Recruiting fallen deutlich niedriger aus.

Fazit

Mit ehemaligen Arbeitgebern auf gutem Fuß zu stehen und sich im Freundschaftlichen getrennt zu haben, kann sich für Arbeitnehmer im späteren Karriereverlauf als durchaus nützlich erweisen. Doch auch Unternehmen darf man ans Herz legen, den Kontakt zu einstigen Mitarbeitern aufrecht zu erhalten.

Quelle: Bianca Schedlberger via karriere.at (CC BY 3.0 DE)